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Der Winterschlaf -
An der Schwelle des Todes

Was ist der Winterschlaf?

Der Winterschlaf ist ein Tiefschlafzustand vieler Säugetiere und einiger Vögel, aber auch Insekten in Gebieten mit einem ausgeprägten Winter. Er ist offensichtlich eine Maßnahme der Natur, um den natürlichen Ernährungsschwierigkeiten während der kalten Jahreszeit wirkungsvoll begegnen zu können.

Was passiert beim Winterschlaf?

In einem komplizierten Zusammenspiel verschiedener Kreislaufprozesse sinkt die Körpertemperatur der Tiere um bis zu 30 Grad Celsius. Bei einigen Tieren kann die Temperatur sogar den Gefrierpunkt erreichen.
Der Herzschlag des schlafenden Tieres sinkt etwa von 200 bis 300 Schlägen pro Minute auf nur 3 oder 4 mal. Damit verbunden ist ein enormer Abfall das Blutdrucks in den Schlagadern. Ebenfalls ist die Atmung gedrosselt. Es können Minuten vergehen bis in einem Winterschlaf ein Atemzug zustande kommt.
Beim Aufwachen aus dem Winterschlaf wird der Kopf des Tieres als erstes erwärmt, damit das Gehirn schnellstmöglich seine Funktionen wieder aufnehmen kann. Erst wenn der Kopf 30 Grad Celsius erreicht hat wird der Rest des Körpers mit Wärme versorgt. Erst jetzt kann das Tier sich wieder voll bewegen und ratet mal was sie dann als nächstes machen, natürlich ihre Harnblase von dem langen Winterschlaf leeren. Es ist wirklich erstaunlich, dass die Natur zum Überleben der Tiere ein solch kompliziertes Verfahren zustande bringt.
Wie betäubt schlafen die Tiere monatelang, ohne Hunger zu spüren. Einige Tierarten erwachen in regelmäßigen Zeitabständen (drei Tage bis zu drei Wochen), um Nahrung aus ihrem angelegten Vorratslager zu sich zu nehmen.
Um einen Kältetod zu vermeiden, der bei längerer Einwirkung von Temperaturen unter Null Grad Celsius eintritt, suchen die Tiere möglichst frostfreie Schlupfwinkel auf.
Ein weiterer Kälteschutz ist die Verminderung des Wassergehalts des Körpers.
Das Zwischenhirn des Tieres funktioniert wie ein Temperaturregler, der ihnen sagt: "Es ist jetzt Zeit für den Schlaf des Todes!"
Bei einigen Tierarten ist es die Umgebung, die die Temperatur der Tiere steuert. Frösche, Eidechsen oder Hummeln kühlen sich also passiv ab und erwärmen sich passiv - je nach Außentemperatur.

Winterschlaf, Winterruhe und Sommerschlaf

Bei Schwarzbären und Grizzlibären sinkt die Temperatur beim Winterschlaf nur geringfügig etwa auf 32 Grad Celsius. In diesen Fällen spricht man nicht von Winterschlaf, sondern von Winterruhe. Ist die Temperatur im Sommer zu warm, halten einige Tiere sogar einen Sommerschlaf. Sie ziehen sich dann in kühle Erdlöcher oder Baumhölen zurück und schlafen, um der Hitze zu entgehen.
Temperaturanpassung ist nur beim Winterschlaf erforderlich. Der Winterschlaf beginnt im Oktober oder November und endet meistens im März oder April. Der Sommerschlaf fällt auf die warmen Monate.

Welche Tiere halten Winterschlaf?

Fast alle Nagetiere, wie zum Beispiel der Hamster halten Winterschlaf, viele sogar einen Sommerschlaf. Auch einige Vogelarten und Insekten überwintern so.
Igel sind wohl die häufigsten und bekanntesten Winterschläfer in Mitteleuropa.

Der Igel beim Winterschlaf

Sie überwintern gern in Laubhaufen, die wie ein warmes Federbett das Tier vor den frostigen Temperaturen schützt. Viele Tierfreunde lassen deshalb die Laubhaufen in ihren Gärten liegen. Als Dank sorgt der Igel in den Sommermonaten dafür, dass es in den Gärten keine übermäßige Schneckenplage gibt, denn Schnecken gehören zur Hauptnahrung der Igel.
Auch die putzigen kleinen Eichhörnchen, die sich einen Wintervorrat an Eicheln anlegen und bevorzugt in Baumhölen überwintern, sind allgemein bekannt.
Der gleichen Familie, wie die Hörnchen, gehören die Murmeltiere an, die nach den Bären die größten und schwersten Winterschläfer sind.
Zu den kleinsten Winterschläfern gehören die etwa zehn Gramm leichten Hüpfmäuse, von denen die Birkenmaus und die Steppenbirkenmaus auch in Europa vorkommt.
Allgemein bekannt ist auch der Siebenschläfer. Aber nur wenige wissen wie er aussieht.

Der Siebenschläfer

Bekannt ist der Siebenschläfer durch eine alte Bauernregel, die besagt:
"Wenn es am 27.Juni des Jahres regnet, soll das Wetter sieben Wochen kalt und regnerisch bleiben."
Doch das stört den Siebenschläfer überhaupt nicht, er hält dann einfach seinen Sommerschlaf.
Sein Name ist allerdings von seinem langen Winterschlaf abgeleitet. Ganze sieben Monate dauert dieser an. Von Mitte September bis Mitte April zieht er sich in ein Erdloch zurück und lebt allein von seinen Fettreserven. Er ist wohl eines der verschlafensten Tiere der Erde.
Seine zahlreichen Verwandten in Nordafrika und Asien kennen sowohl den Winter- als auch den Sommerschlaf.
Haselmäuse beispielsweise verschlafen die kalte Jahreszeit in Erdlöchern und Baumhöhlen mit gemütlichen warmen Winternestern und unterirdischen Vorratslagern. Den Schwanz haben sie sorgsam über sich gedeckt.
Fledermäuse sind ebenfalls besonders schläfrig. Viele von ihnen kennen sowohl den Winter- als auch den Sommerschlaf.

Ist es nicht unglaublich, auf welche Ideen die Natur kommt, um ihre Geschöpfe der Umwelt anzupassen?





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